Samstag, 24. Oktober 2015

Ich sehe besser, was Du nur schlecht siehst / Dinge, die die Welt (nicht) braucht - Teil 25

Sie gehört zu einem der vielen Bildzitate aus der Verfilmung von Eccos "Name der Rose": die Szene, in der William von Baskerville eine BRILLE zückt und die umstehenden Mönche in ehrfürchtiges Murmeln verfallen.

Tatsächlich gehörte die Erfindung damals zu den absoluten Novitäten, die sich nur wenige leisten konnten. Ein konkreter Schöpfer ist bis heute nicht ermittelt worden; das älteste Modell, das derzeitigen Brillen am nächsten kommt, datiert von etwa 1300. Wie alle gleichartigen Geräte seiner Zeit war es jedoch nur für weitsichtige Menschen geeignet, denn konkav geschliffene Gläser kamen erst sehr viel später auf.

Vermutlich ein Grund, warum sich das Bild von der "Lesebrille" so sehr ins Gedächtnis gebrannt hat.