Montag, 1. Februar 2016

Der Monat der gehörnten Narren

Den Abschluss meiner im März 2015 begonnenen Serie über die Herkunft bzw. Bedeutung unserer Monatsnamen bildet der FEBRUAR. Er ist nach dem altrömischen Reinigungs- und Sühnefest Februa benannt, in dessen Rahmen auch Fruchtbarkeits-Riten abgehalten wurden.

Auf diese deutet der altdeutsche Monats-Name Hornung hin, welcher so viel wie "im Winkel gezeugt" bedeutet. Eine etwas freundlichere Umschreibung findet sich in der Jägersprache, wo der Begriff für das Abwerfen des Geweihs (Gehörns) steht.

Andere - selbstredende - Bezeichnungen sind Tau-, Schmelz- und Narrenmond.

Das eigentliche Geheimnis des Monats aber liegt in seiner variablen Länge. Sie schwankt zwischen 28 und 29 Tagen - je nachdem, ob der Februar einen Schalttag enthält oder nicht. Dieser passt das Kalenderjahr dem Sonnenjahr an und verhindert, dass Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. 

Dass diese so genannte Interkalation scheinbar "mittendrin" stattfindet, hat natürlich einen guten Grund: Bei den Römern war der Februar der letzte Monat des Jahres und damit prädestiniert für Korrekturen.

Auch bei mir steht er an letzter Stelle des Monatsnamen-Rankings - was aber eher dem Zufall als cleverer Berechnung geschuldet ist. Von seiner abschließenden Funktion im Römischen Jahreskreis habe ich nämlich bis gerade eben noch gar nichts gewusst.