Freitag, 5. Februar 2016

Der schnöde Mammon / Dinge, die die Welt (nicht) braucht - Teil 43

Manch einer mag es im großen Ranking der Erfindungen schon vermisst haben; doch das, was wir heute unter GELD verstehen, hat einen langen Entwicklungsweg hinter sich:

Los ging es mit dem aus Muscheln, Kakaobohnen o.ä. begehrten Dingen bestehenden Naturalgeld. Ihm folgte das so genannte Hack- und Wägegeld - benannt nach jenen Metallbarren, von denen kleine Stücke abgehackt und gewogen wurden, um den Gegenwert an Waren zu ermitteln. Diese Technik wurde mit den ersten Münzen verfeinert, welche aus Lydien in der heutigen Türkei stammten. Die alten Chinesen kannten sogar schon Papiergeld - ließen es aber in solchen Mengen herstellen, dass sie immer wieder Inflationen heraufbeschworen.

Erst die schwedische "Stockholms Banco" entwickelte ab 1644 ein Prinzip, das dem heutiger Banknoten am nächsten kommt: Sie ließ Kupferplatten von bestimmtem Wert und Gewicht fertigen, welche deren Besitzer gegen eine Quittung eintauschen konnten. Diese wiederum konnten sie weitergeben, zurücktauschen oder als Gegenwert für Waren einsetzen.

Rund 200 Jahre später hatte sich die Idee in ganz Europa manifestiert.