Mittwoch, 3. Mai 2017

Beinahe unverändert / Dinge, die die Welt (nicht) braucht - Teil 167

Was Name, Schreibweise und Schriftgestaltung anbelangt, hat sich die heute genannte Erfindung kein bisschen verändert. Inhaltlich schon. Das Produkt steht gleichsam als Synonym für einen der umsatzstärksten und erfolgreichsten Getränke-Hersteller überhaupt. Der vertreibenden Company werden nicht nur die Etablierung der Weihnachtsmann-Figur, sondern auch die (Wieder-) Entdeckung des Storytellings zugeschrieben.

Dabei fing zunächst alles ganz harmlos an: Der US-amerikanische Apotheker John Stith Pemberton kreierte 1886 einen Sirup, der u.a. Kokablatt / coca leaves und Kolanuss / cola nut enthielt. Er wurde direkt im Laden mit Sodawasser gemischt und als Medizin gegen Müdigkeit, Kopfweh, Depressionen und Impotenz verkauft.

Um den Absatz des Heilmittels anzukurbeln, entwarf Pembertons Buchhalter Frank Robinson ein attraktives Logo. Dafür verwendete er Wortbestandteile der Inhaltsstoffe und gab ihnen ein hübsch geschwungenes Aussehen. Die rote Hintergrund-Farbe soll er den Fässern entlehnt haben, in die Pemberton den Sirup abfüllen ließ.

Et voila - fertig waren ein Markenname und ein Schriftzug, die bald um die Welt gehen sollten: COCA-COLA.