Dienstag, 13. Juni 2017

Heißer Stuhl / Dinge, die die Welt (nicht) braucht - Teil 185

Wie in diversen Posts über Strom und Elektrizität mehrfach angedeutet, lieferten sich die "Väter" der Sache einen erbitterten Kleinkrieg. Im Januar 1889 erreichte der Zwist Edison : Tesla einen grausamen Höhepunkt.
 
Auslöser war der Aufruf einer New Yorker Kommission, die nach einer „menschlichen und bequemen“ Art der Hinrichtung suchte. Da es zuvor einen unfallbedingten Todesfall durch elektrischen Strom gegeben hatte, wirkte die Nutzung dessen recht attraktiv.

Ab 1886 tüftelte Edisons Mitarbeiter Harold Pitney Brown an einer entsprechenden Methode - und präsentierte den ELEKTRISCHEN STUHL. Er kam erstmals am 06. August 1890 zum Einsatz.

Perfiderweise hatte Edison darauf bestanden, das Gerät mit dem Wechselstrom seines Widersachers zu betreiben, um zu beweisen, wie gefährlich dieser ist. Bekanntlich ging die Exekutions-Premiere schief. Der verurteilte Axt-Mörder William Kemmler starb erst im zweiten Anlauf und durchlebte qualvolle letzte Sekunden.

Teslas Mäzen George Westinghouse kommentierte den Vorfall mit den berühmt gewordenen Worten: „Sie hätten es besser mit einer Axt gemacht!"