Mittwoch, 8. November 2017

Nur Gleiten ist schöner / Dinge, die die Welt (nicht) braucht - Teil 188

Obwohl ich es versprochen hatte, folgte im Ranking der großen Erfindungen bisher nichts Neues. Das liegt natürlich nicht am plötzlich mangelnden Erfindergeist ab 1889 - sondern an meiner Nachlässigkeit. Mit dem heutigen Beitrag hoffe ich, den Faden wieder aufnehmen zu können. Aaaalso:

Ab 1891 stand der Menschheit dank Otto Lilienthal eine weitere Möglichkeit offen, in die Luft zu gehen. Der damalige Dampfkessel-Fabrikant hatte die Gleitflugzeuge des britischen Ingenieurs George Cayley soweit weiterentwickelt, dass er sie für bemannte Flüge nutzen konnte. Bisher waren sie nur zum Transport von "Pfundsachen" in der Lage gewesen.

Nun aber konnten sich (Todes-) Mutige den DERWITZER APPARAT umschnallen, Anlauf nehmen und zu Tale gleiten. Eigens zu diesem Zweck ließ Lilienthal den rund 60 m hohen "Fliegeberg" in Berlin-Steglitz / -Zehlendorf anlegen.

Die Brüder Wilbur und Orville Wright entwickelten die Idee später weiter. Ottos eigener Bruder Gustav Lilienthal hingegen blieb auf der geschichtlichen Strecke. Sein Name wird allenfalls noch in Zusammenhang mit Vorarbeiten und den weltbekannten Anker-Bausteinen genannt.