Mittwoch, 3. Februar 2016

Kopfüber ins Fiasko

Der Film "Timeline" von Richard Donner


Wie man aus einem gut recherchierten, wissenschaftlich unterfütterten und spannend geschriebenen Buch eine reißerische Gurke machen kann, hat schon Steven Spielberg mit der Verfilmung von "Jurassic Park" bewiesen. Dessen Autor Michael Crichton scheint beliebtes Ziel für derlei Unarten zu sein, denn auch sein neun Jahre später erschienener Zeitreisen-Roman "Timeline" erfuhr eine Leinwand-Adaption.

Die Richard-Donner-Arbeit von 2003 ist jedoch derart misslungen, dass man sie nicht einmal als schlechte Umsetzung bezeichnen kann. Sie lässt von Crichtons Vorlage nicht viel mehr als den Titel und die Grundidee übrig. Eine tragfähige Story, ernstzunehmende Dialoge und herausragende oder gar überzeugende Schauspieler sucht man in diesem Film vergeblich. Es ist mehr als gerecht, dass das uninspirierte Mittelalter-Gerumpel an den Kinokassen mit Pauken und Trompeten untergegangen ist.

Ich hätte zwischen 0:25 und 2:10 Uhr einfach schlafen sollen.